Einen Proxy einzurichten heißt, deinem System oder deinem Programm zu sagen, dass es den Verkehr über eine andere Adresse schicken soll. Im Kern brauchst du dafür vier Angaben: die IP-Adresse des Proxys, den Port, und bei einem authentifizierten Proxy Benutzername und Passwort. Das Eintragen selbst dauert eine Minute.
Der Grund, warum diese Anleitung trotzdem länger ist als eine Minute, steht in dem Satz, den wir am häufigsten von Kunden hören: der Proxy ist eingetragen, aber ein Programm nutzt ihn nicht. Das liegt fast nie am Proxy. Windows hat nämlich nicht eine Proxy-Einstellung, sondern drei, sie liegen an drei verschiedenen Stellen, und verschiedene Programme lesen verschiedene davon. Wer nur den offensichtlichen Schalter umlegt, hat je nach Programm nichts umgestellt.
Diese Anleitung geht deshalb erst durch, wer was liest, dann durch jede der drei Ebenen in Windows 11 und Windows 10, danach durch Chrome, Firefox, macOS und Android, und zum Schluss durch die Prüfung, dass es wirklich läuft, samt der drei Fehlermeldungen, die dir sagen, woran es liegt.
Die vier Teile eines Proxys
Bevor du irgendwo etwas einträgst, halt dir die vier Teile vor Augen, denn jedes Feld will genau einen davon:
Eine Proxy-Zeile, vier getrennte Werte
198.51.100.7Host:8080Port:hp_ir4k2Username:9fa2c1Password198.51.100.7:8080:hp_ir4k2:9fa2c1hp_ir4k2:9fa2c1@198.51.100.7:8080http://hp_ir4k2:9fa2c1@198.51.100.7:8080
Beispielwerte in der Doku-Schreibweise. Die drei Formate darunter sind dieselben vier Teile, nur anders sortiert, weil jedes Tool eine andere Reihenfolge will.
- IP-Adresse oder Hostname: wohin der Verkehr geht. Bei uns ist das
gateway.hproxy.com, bei einem Einzelproxy eine IP wie oben. - Port: die Tür an dieser Adresse. 8080 und 3128 sind typisch für HTTP, 1080 für SOCKS5.
- Benutzername und Passwort: nur bei einem authentifizierten Proxy. Manche Anbieter nutzen stattdessen eine IP-Whitelist, dann fällt dieser Teil weg.
Fehlt oder stimmt einer dieser Teile nicht, verbindet der Proxy nicht. Das ist der häufigste Grund für Fehler, und weiter unten steht, welche Fehlermeldung auf welchen der vier Teile zeigt.
Welches Programm liest welche Einstellung
Das ist der Teil, den fast alle Anleitungen weglassen, und er erklärt die Mehrheit aller Proxy-Probleme unter Windows. Es gibt drei Ebenen.
WinINet ist die Ebene, die die Einstellungen-App und die Internetoptionen beschreiben. Chrome, Edge und die große Mehrheit der Desktop-Programme lesen sie.
WinHTTP ist eine davon getrennte Ebene für Programme, die als Systemdienst laufen, also Windows Update, der Microsoft Store, viele Installer und Aktivierungsdienste. WinHTTP folgt den Schaltern in der Einstellungen-App nicht. Es ist eine eigene Konfiguration, die du nur auf der Kommandozeile siehst.
Die dritte Ebene sind die Programme mit eigener Proxy-Einstellung. Firefox, Tor Browser, Telegram Desktop und die meisten Scraping-Bibliotheken bringen eine mit, und die überstimmt alles darüber.
Folgt der System-Einstellung
Chrome und Edge
lesen WinINet bei jeder Verbindung neu
Die meisten Desktop-Programme
Discord, Slack, Steam
Windows Update und Store
aber über WinHTTP, nicht über den Schalter
Hat eine eigene Einstellung
Firefox
Verbindungs-Einstellungen, eigener Dialog
Tor Browser
routet immer über Tor
Telegram Desktop
eigener Proxy-Dialog mit SOCKS5
curl, Python, Node
Umgebungsvariablen oder Code
Die praktische Regel: geht Chrome nicht, aber Firefox schon, liegt es am System oder an einer Chrome-Erweiterung. Geht Firefox nicht, aber Chrome schon, liegt es an Firefox' eigenem Dialog. Geht nichts, fang beim System an.
Windows 11
In Windows 11 versteckt sich die manuelle Einrichtung hinter einem Knopf: die Seite zeigt nur eine Zusammenfassung, und die Felder liegen in einem eigenen Dialog dahinter.
Proxy in Windows 11 eintragen
- 1
Einstellungen öffnen und zur Proxy-Seite gehen
Windows-Taste + I, dann Netzwerk und Internet, dann Proxy. Ganz unten steht der Abschnitt Proxy manuell einrichten.
- 2
Neben "Proxyserver verwenden" auf Einrichten klicken
Windows 11 öffnet dafür den Dialog Proxyserver bearbeiten. Auf der Seite selbst kannst du nichts eintragen, das ist der Unterschied zu Windows 10.
- 3
Schalter einschalten, Adresse und Port eintragen
Proxyserver verwenden auf Ein. Dann Hostname oder IP ins Feld Proxy-IP-Adresse und den Port daneben. Trag nur den Host ein, ohne
http://davor und ohne den Port am Ende: dafür ist das zweite Feld da. - 4
Ausnahmen setzen und speichern
Das Feld darunter nimmt Adressen auf, die am Proxy vorbeigehen sollen, mehrere davon mit Semikolon getrennt. Den Haken bei Proxyserver für lokale (Intranet-)Adressen nicht verwenden lässt du gesetzt, außer dein Netzwerk verlangt ausdrücklich etwas anderes. Dann Speichern, sonst ist nichts übernommen.
Der Dialog sieht danach so aus:
Hier gibt es kein Passwortfeld, und das ist Absicht
Die Maske hat genau zwei Felder: Adresse und Port. Für einen Proxy mit Zugangsdaten fragt Windows Benutzername und Passwort erst dann ab, wenn die erste Verbindung tatsächlich aufgebaut wird, in einem eigenen Fenster. Wer die Zugangsdaten in das Adressfeld schreibt, bekommt keinen funktionierenden Proxy, sondern einen Hostnamen, den es nicht gibt.
Die Internetoptionen, die zweite Stelle
Die Internetoptionen sind die alte Systemsteuerung aus der Internet-Explorer-Zeit. Windows 11 liefert sie weiterhin mit, und ein Teil der älteren Programme, Installer und Spiele-Launcher liest seinen Proxy von dort.
- Windows-Taste + R,
inetcpl.cpleingeben, Enter. - Reiter Verbindungen, dann LAN-Einstellungen.
- Haken bei Proxyserver für LAN verwenden setzen, Adresse und Port eintragen.
- Über Erweitert kannst du getrennte Proxys pro Protokoll setzen, also HTTP, HTTPS und SOCKS jeweils eigen.
Beide Masken schreiben in dieselbe WinINet-Konfiguration, sie zeigen sie nur unterschiedlich an. Zwei Stellen, ein Wert. Trag ihn an einer Stelle ein und prüfe an der anderen, ob er angekommen ist.
Die WinHTTP-Ebene
Öffne Terminal oder die Eingabeaufforderung als Administrator und sieh nach, was dort steht:
netsh winhttp show proxy
Auf einem frischen System lautet die Antwort Direktzugriff (kein Proxyserver). Setzen kannst du den Wert so:
netsh winhttp set proxy 198.51.100.7:8080
Oder du übernimmst die Konfiguration, die du oben schon eingetragen hast, statt sie ein zweites Mal zu tippen:
netsh winhttp import proxy source=ie
Und wieder entfernen:
netsh winhttp reset proxy
Woran du merkst, dass es an dieser Ebene liegt
Der Browser lädt Seiten normal, aber Windows Update, der Microsoft Store oder die Office-Aktivierung melden einen Verbindungs- oder Proxy-Fehler. Dann steht in WinHTTP etwas anderes als in den beiden Masken darüber. Auf einem Firmenrechner änderst du hier nichts: dort hat ein Administrator den Wert absichtlich gesetzt.
Windows 10
Windows 10 kennt dieselben drei Ebenen, zeigt die erste aber ohne Zwischendialog. Die Schalter liegen direkt auf der Seite, und es gibt keinen Speichern-Knopf pro Abschnitt, sondern einen am Ende.
- Einstellungen, Netzwerk und Internet, Proxy.
- Runterscrollen zu Proxy manuell einrichten.
- Proxyserver verwenden einschalten, Adresse und Port eintragen, Speichern.
Die Internetoptionen und die WinHTTP-Ebene sind unter Windows 10 identisch mit den Schritten oben. Dieselben Befehle, dieselbe inetcpl.cpl.
Proxy mit Benutzername und Passwort
Ein authentifizierter Proxy hat zwei Teile mehr, und die gehen in Windows einen anderen Weg als IP und Port. In der Maske gibt es kein Feld dafür. Stattdessen antwortet der Proxy beim ersten Versuch mit 407 Proxy Authentication Required, und daraufhin zeigt Windows oder das jeweilige Programm ein Anmeldefenster. Trägst du dort die richtigen Daten ein, merkt sich Windows sie für die Sitzung.
In allem, was eine Proxy-Adresse als eine Zeichenkette entgegennimmt, also curl, Python, Node, Scraper und die meisten Bots, hängst du die Zugangsdaten stattdessen vorne an:
# Mit Zugangsdaten
curl -x http://hp_ir4k2:9fa2c1@gateway.hproxy.com:8080 https://api.ipify.org
# SOCKS5, anderes Protokoll, anderer Port
curl -x socks5://hp_ir4k2:9fa2c1@gateway.hproxy.com:1080 https://api.ipify.org
Sonderzeichen im Passwort zerlegen die Adresse
Enthält dein Passwort eines der Zeichen @ : / ? # %, kannst du es nicht einfach in die Adresse schreiben. Der Client sucht das letzte @ als Trenner zwischen Zugangsdaten und Host, und ein @ im Passwort verschiebt genau diesen Trenner. Das Ergebnis ist keine Fehlermeldung über das Passwort, sondern ein Hostname, den es nicht gibt. Kodiere die Zeichen dann prozentual (@ wird zu %40, # zu %23, % zu %25) oder trag die Zugangsdaten, wenn das Programm es anbietet, in die dafür vorgesehenen Felder statt in die URL ein.
Erlaubt dein Anbieter eine IP-Whitelist, lässt du Benutzername und Passwort ganz weg und trägst stattdessen im Kundenbereich deine eigene IP als erlaubt ein. Das ist der stabilere Weg für Server und Cronjobs, weil dort niemand ein Anmeldefenster wegklicken kann.
HTTP, HTTPS und SOCKS5 sind nicht dasselbe Feld
Das ist der zweithäufigste Einrichtungsfehler nach dem falschen Port: ein SOCKS5-Proxy, eingetragen im HTTP-Feld. Die vier Werte sehen gleich aus, das Protokoll ist ein anderes, und kein Programm rechnet das für dich um.
HTTP-Proxy und SOCKS5 im Vergleich
| Feature | HTTP-Proxy | SOCKS5 |
|---|---|---|
| Websites (HTTP und HTTPS) | yes | yes |
| Beliebiger TCP-Verkehr | no | yes |
| In den Windows-Einstellungen eintragbar | yes | no |
| Typischer Port | 8080, 3128 | 1080 |
| DNS über den Proxy auflösbar | immer | nur wenn das Programm es anbietet |
| Benutzername und Passwort | yes | yes |
Das Feld in den Windows-Einstellungen ist ein HTTP-Feld. Für SOCKS5 brauchst du ein Programm, das SOCKS5 ausdrücklich unterstützt, etwa Firefox, Telegram oder curl.
Protokolleigenschaften nach RFC 1928 (SOCKS5) und RFC 9110 (HTTP)
Die Zeile zu DNS ist die, die in der Praxis wehtut. Löst dein Programm den Hostnamen selbst auf und schickt nur die fertige IP durch den SOCKS-Tunnel, dann sieht dein DNS-Anbieter jede Adresse, die du besuchst, obwohl der Verkehr über den Proxy läuft. Wo ein Programm die Wahl anbietet, heißt die richtige Option meist "Proxy-DNS bei Verwendung von SOCKS5" oder "remote DNS".
Setup-Skript und PAC-Datei
Statt einer festen Adresse kann Windows auch eine Regeldatei abfragen, die pro Ziel entscheidet, welcher Proxy zuständig ist. Das ist der Abschnitt Automatische Proxyeinrichtung, Schalter Setupskript verwenden, und darunter die Adresse der PAC-Datei.
Eine PAC-Datei ist eine kleine JavaScript-Datei mit genau einer Funktion:
function FindProxyForURL(url, host) {
// Alles im eigenen Netz geht direkt, ohne Proxy.
if (isPlainHostName(host) || dnsDomainIs(host, ".intern.example")) {
return "DIRECT";
}
return "PROXY 198.51.100.7:8080";
}
Für einen einzelnen gekauften Proxy lohnt sich das nicht. Interessant wird es, sobald verschiedene Ziele über verschiedene Ausgänge laufen sollen, oder wenn interner Verkehr am Proxy vorbei muss.
Chrome und Edge
Chrome und Edge haben unter Windows und macOS keine eigene Proxy-Einstellung. Der Knopf in den Chrome-Einstellungen heißt deshalb "Proxy-Einstellungen des Computers öffnen" und führt genau in die Windows-Maske von oben. Was du dort einträgst, gilt für beide Browser, und was du in Windows umstellst, gilt sofort auch in Chrome.
Willst du einen Proxy nur für Chrome, ohne das ganze System umzustellen, hast du zwei Wege:
- Eine Erweiterung wie FoxyProxy oder SwitchyOmega. Sie schaltet pro Regel um, verwaltet mehrere Proxys und überstimmt die System-Einstellung.
- Chrome mit dem Startparameter
--proxy-server=198.51.100.7:8080starten. Das betrifft nur diese eine Instanz, und Chrome muss dafür vorher komplett geschlossen sein, sonst hängt sich das neue Fenster an den laufenden Prozess und ignoriert den Parameter.
Firefox
Firefox ist der Sonderfall, und meistens der bequeme: er bringt eigene Proxy-Einstellungen mit, sodass nur Firefox über den Proxy läuft und der Rest des Systems unberührt bleibt.
- Einstellungen, ganz unten Netzwerk-Einstellungen, Knopf Einstellungen.
- Manuelle Proxy-Konfiguration wählen.
- IP und Port bei HTTP-Proxy eintragen, oder bei SOCKS-Host, wenn du einen SOCKS5-Proxy hast.
- Haken bei Diesen Proxy auch für HTTPS verwenden setzen, sonst läuft nur unverschlüsselter Verkehr darüber, also praktisch nichts.
- Bei SOCKS5 zusätzlich Proxy-DNS bei Verwendung von SOCKS v5 ankreuzen, siehe oben.
Zugangsdaten fragt Firefox beim ersten Seitenaufruf ab und speichert sie auf Wunsch in der Passwortverwaltung.
macOS
macOS speichert Proxys pro Netzwerkdienst, WLAN und Ethernet also getrennt. Stell den ein, den du benutzt.
- Systemeinstellungen, Netzwerk, aktive Verbindung auswählen, Details.
- Reiter Proxies.
- Webproxy (HTTP) und Sicherer Webproxy (HTTPS) einschalten, Server und Port eintragen. Für SOCKS5 stattdessen SOCKS-Proxy.
- Ist ein Passwort nötig, den Haken bei Proxy-Server erfordert Kennwort setzen und die Daten dort eintragen. macOS hat, anders als Windows, ein echtes Feld dafür.
Prüfen kannst du das Ergebnis im Terminal mit scutil --proxy. Ein sauberer Rechner zeigt bei jedem Enable eine 0.
Android
Android setzt den Proxy pro WLAN-Netz, nicht für das Gerät:
- Einstellungen, WLAN, auf das verbundene Netz tippen, oder lange drücken und Netzwerk ändern.
- Erweiterte Optionen, Proxy auf Manuell.
- Hostname (die IP) und Port eintragen, speichern.
Zwei Einschränkungen, die man kennen sollte: die Einstellung gilt nur für dieses eine WLAN und verschwindet, sobald du ein anderes benutzt, und im Mobilfunknetz gibt es sie gar nicht. Außerdem folgt ihr längst nicht jede App. Chrome und die meisten Browser tun es, viele Apps mit eigenem Netzwerk-Stack nicht. Wer alle Apps über den Proxy schicken will, braucht dafür eine App, die einen lokalen VPN-Tunnel aufmacht, keine WLAN-Einstellung.
In Tools und Code
In Skripten und Kommandozeilen-Tools hängst du die vier Teile an die Adresse. Das Format ist bei den meisten gleich, und die beiden Umgebungsvariablen unten versteht fast alles, was unter Linux und macOS Netzwerk macht:
export http_proxy="http://hp_ir4k2:9fa2c1@gateway.hproxy.com:8080"
export https_proxy="http://hp_ir4k2:9fa2c1@gateway.hproxy.com:8080"
# Ziele, die direkt gehen sollen
export no_proxy="localhost,127.0.0.1,.intern.example"
Beachte, dass https_proxy mit http:// beginnt. Das ist kein Tippfehler: das Schema beschreibt, wie du mit dem Proxy sprichst, nicht wie du mit der Zielseite sprichst. Der Verkehr zur Zielseite bleibt trotzdem TLS-verschlüsselt, der Proxy baut ihn per CONNECT durch.
Prüfen, dass es läuft
Nach dem Einrichten willst du zwei Dinge wissen: geht der Verkehr wirklich über den Proxy, und verrät er deine echte IP nicht doch. Beides geht in Sekunden.
Drei Prüfungen, von grob nach genau
- 1
Ist der Port überhaupt offen?
In PowerShell:
Test-NetConnection gateway.hproxy.com -Port 8080. Steht dortTcpTestSucceeded : True, ist die Adresse erreichbar. Mehr sagt der Test nicht: er beweist weder, dass die Zugangsdaten stimmen, noch dass es sich um einen Proxy handelt. - 2
Was steht in der dritten Windows-Ebene?
netsh winhttp show proxyin einer Administrator-Konsole. Weicht das von dem ab, was du in der Einstellungen-App siehst, hast du die Ursache dafür gefunden, dass manche Programme folgen und andere nicht. - 3
Kommt der Verkehr am anderen Ende richtig an?
Ruf eine Seite auf, die deine IP zeigt, und prüfe, ob dort die Proxy-IP steht statt deiner eigenen. Schneller ist unser Proxy-Checker: er öffnet eine echte Verbindung über den Proxy und meldet Ausgangs-IP, Land, Latenz und Anonymitätsgrad in einem Durchgang.
Der dritte Schritt ist der einzige, der wirklich etwas beweist, und er fängt auch den unangenehmen Fall ab: einen transparenten Proxy, der zwar funktioniert, aber deine echte IP im Header mitschickt. Der Checker meldet das als Anonymitätsgrad, ein Blick auf eine IP-Seite nicht.
Vier Teile
IP, Port, Nutzer, Passwort
Richtige Ebene
Einstellungen, Internetoptionen oder WinHTTP
Eintragen
System, Browser oder Programm
Prüfen
Port, Ebene, Ausgangs-IP
Läuft
Proxy-IP statt deiner
Wenn es nicht verbindet
Fehler beim Proxy sehen alle gleich aus ("Seite lädt nicht"), sagen aber sehr genau, wo es hakt, sobald man die Meldung liest statt sie wegzuklicken.
Welche Meldung auf welchen der vier Teile zeigt
| Meldung | Was sie bedeutet | Was du prüfst |
|---|---|---|
407 Proxy Authentication Required | Proxy erreichbar, Zugangsdaten fehlen oder sind falsch | Benutzername und Passwort, und ob Sonderzeichen kodiert sind |
502 Bad Gateway | Proxy läuft, erreicht aber das Ziel nicht | Die Zielseite selbst, und ob der Proxy dieses Ziel überhaupt bedienen darf |
Verbindung abgelehnt / connection refused | An dieser Adresse hört auf diesem Port nichts zu | Port und Protokoll: sehr oft ein SOCKS5-Port im HTTP-Feld |
| Zeitüberschreitung, keine Antwort | Pakete kommen nirgends an | IP-Adresse, Firewall, und ob deine eigene IP auf der Whitelist steht |
| Verbindung steht, aber die IP ist deine eigene | Das Programm liest die Einstellung nicht | Die Ebene: WinHTTP, oder das Programm hat eine eigene Einstellung |
Statuscodes nach RFC 9110; Zuordnung aus dem Support-Aufkommen bei HProxy
Bei einem kostenlosen Proxy kommt eine sechste Ursache dazu, und sie ist die wahrscheinlichste: der Eintrag ist schlicht tot. Frei verfügbare Proxys überleben oft nur Minuten. Prüf in dem Fall nicht stundenlang deine Konfiguration, sondern nimm den nächsten Eintrag aus einer frisch geprüften Liste. Was ein Proxy überhaupt ist und wofür sich welcher Typ eignet, steht in was ist ein Proxy.
Fazit
Einen Proxy einzurichten ist immer dasselbe Muster: vier Teile ins richtige Feld, auf der richtigen Ebene, dann prüfen, dass die Proxy-IP statt deiner erscheint. Für einen einzelnen Browser nimm die Firefox-Einstellungen oder eine Chrome-Erweiterung, fürs ganze System die Windows-Maske, und wenn ein Systemdienst nicht mitspielt, denk an netsh winhttp show proxy. Das ist die eine Ebene, die kein Schalter in der Einstellungen-App erreicht, und sie erklärt die Mehrheit der Fälle, in denen der Proxy angeblich nicht funktioniert.
IPs, die nicht nach zehn Minuten sterben
Wenn die Einrichtung sitzt und nur die Proxys nicht durchhalten, liegt das nicht an deiner Konfiguration. Unsere Residential-Proxys laufen über dasselbe Gateway, dieselben vier Teile, und dieselbe Maske, die du oben eingerichtet hast.
- Über 100 Länder, Auswahl bis auf Stadtebene
- Ein Gateway, ein Eintrag, keine sterbenden Einzel-IPs
- Zugangsdaten oder IP-Whitelist, beides möglich
Quellen
- Microsoft, Dokumentation zu
netsh winhttpund zur Proxy-Konfiguration von WinHTTP und WinINet. - RFC 1928 (SOCKS Protocol Version 5) und RFC 9110 (HTTP Semantics), für die Protokollunterschiede und die Statuscodes 407 und 502.
- HProxy, Proxy-Checker: prüft Ausgangs-IP, Land, Latenz und Anonymität eines Proxys in einem Durchgang.
- HProxy, kostenlose Proxy-Liste: frisch geprüfte Einträge zum Ausprobieren der Einrichtung.


